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Laser-Korrektur LASIK
Operationstechnik zur Heilung von Fehlsichtigkeiten, bei der die Hornhaut mit einem Diamant-Messer eingeschnitten wird. Die angeschnittene oberste Schicht, die zum Teil mit der Hornhaut verbunden bleibt, wird wie ein Deckel weggeklappt (Flap), und danach kann es zur eigentlichen Operation der Hornhaut mit dem Laser kommen. Diese Methode bietet eine ausgeprägte Stabilität des Korrekturergebnisses. Die Zeit nach der Operation ist schmerzfrei, und die Patienten können früh zum Alltag zurückkehren.
Was ist LASIK?
Lasik (Laser-in-situ-Keratomileusis) ist eine Augen-Laseroperation, die geeignet ist für die Korrektur von Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Astigmatismus - außer bei extrem hohen Werten dieser Fehlsichtigkeiten. Derzeit gehört sie zu den am häufigsten angewandten Laser-Operationsverfahren. Bei dieser Art chirurgischer Korrektur von Fehlsichtigkeiten kommt es zur schnellen Erneuerung der Sehfunktionen bei minimalem Auftreten von ungewünschten Nebenwirkungen.
Voruntersuchungen
Im Rahmen der Voruntersuchung wird die Patientin / der Patient zu aktuellen und vergangenen Beschwerden befragt (Anamnese), zu Familienleiden sowie zu möglichen Problemen mit den Augen und Allergien.
Untrennbarer Teil sind eine Augenuntersuchung durch Sehzeichen (Optotypen), Ermittlung der Korrekturstärke, Hornhauttopographie („Karte“ der Hornhaut), Bestimmung der Hornhautdicke (Pachymetrie), Schirmer-Test (Tränenfilmbestimmung), Messung der Pupillengröße (Pupillometrie), Messung des Augeninnendrucks und Untersuchung des vorderen und hinteren Augensegments. Patienten, die Kontaktlinsen tragen, werden aufgefordert, sie 5 bis 7 Tage vor der Operation nicht mehr zu tragen.
Worin besteht die LASIK-Methode?
Das Prinzip der LASIK-Methode besteht in dem mikrochirurgischen Anschnitt einer Hornhaut-Scheibe und der anschließenden Laser-Korrektur in der Tiefe der Hornhaut.
Die Operation verläuft in zwei Abschnitten. In der ersten Phase muss eine Hornhaut-Schicht abgetragen werden. Die Hornhaut wird markiert, was später zur richtigen Orientierung beim Zurückklappen der Schicht dient. Nach dem Markieren wird die Hornhaut sorgfältig gespült und getrocknet. Auf das Auge wird ein Saugring gesetzt, der seine Position stabilisiert. Während dieses Schrittes kann es vorübergehend zur Erhöhung des Augeninnendrucks kommen und zum Verlust der Sicht, worauf der Patient vor der Durchführung hingewiesen werden sollte. Danach muss der Augeninnendruck durch einen sogen. Applanationstonometer gemessen werden. Danach wird mit einem feinen Operationsmesser, das Mikrokeratom heißt, die Hornhaut angeschnitten. Die angeschnittene Hornhautschicht wird zur Seite geklappt. Dann wird der Laser ausgerichtet und es folgt die zweite Phase, der sogen. Laser-Abtrag, bei dem die benötigte Menge des Gewebes entfernt wird. Das Gewebe heißt auch Stroma der Hornhaut (es handelt sich um ein Binde- und Stützgewebe). Bei einer Korrektur der Kurzsichtigkeit wird Gewebe aus dem zentralen Bereich des Stromas abgetragen, wodurch sich die Krümmung der Hornhaut verringert. Bei einer Korrektur der Weitsichtigkeit wird hingegen Gewebe vom äußeren Bereich des Stromas entfernt, wodurch die Krümmung der Hornhaut verstärkt wird. Bei einer Korrektur des Astigmatismus ebnet der Laser durch das Abtragen von Gewebe die unregelmäßige Krümmung der Hornhaut.
Nach dem Ende der Laser-Behandlung wird die angeschnittene Hornhaut-Schicht wieder zurück in ihre Position geklappt. Die Lamelle muss nicht angenäht werden, im Verlauf von 12 bis 48 Stunden wächst sie wieder fest an das restliche Hornhaut-Gewebe an.
Sehr wichtig ist die Berechnung der zulässigen Tiefe für den Laser-Abtrag. Am häufigsten wird eine Dicke von 160 Mikrometern (eventuell 130 oder 180 Mikrometer) gewählt, der Laser-Abtrag einer unbeschädigten Hornhaut sollte mindestens 250 Mikrometer betragen.
Grundregel für das Durchführen einer LASIK-Operation ist der Verzicht auf einen Eingriff am Auge, wenn die Hornhaut dünner ist als 450 Mikrometer, wobei die Dicke nach dem Eingriff mehr als 400 Mikrometer betragen sollte.
Wann ist eine LASIK-Operation ungeeignet?
Wenn sich Ihre Fehlsichtigkeit noch nicht stablisiert hat, wenn sich also während des zurückliegenden Jahres die Stärke Ihrer Brille oder Ihrer Kontaktlinse geändert hat.
Falls Sie eine Krankheit haben, bei der Sie Medikamente benutzen, welche die Wundheilung verlangsamen, bei Autoimmunkrankheiten, bei Immunschwächen, bei Diabetes...
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Besprechen Sie mit dem Arzt ausführlich die Möglichkeiten und Risiken der Operation, vor allem wenn Sie eine der folgenden Krankheiten haben: einfacher Herpes, ein Glaukom oder Verdacht auf ein Glaukom, Entzündung der Gefäßhaut im Auge (Uveitis), eine Entzündung des Ohrs (Otitis), ein Keratokonus (bestimmte Art einer Hornhauterkrankung)
Auch in folgenden Fällen sollten Sie den Arzt aufmerksam machen: Falls Sie unter einer Entzündung des Augenlids (Blepharitis) leiden, dünne Hornhaut haben oder weite Pupillen, und falls Sie irgendwann in der Vergangenheit sich bereits einer Augenoperation unterzogen haben.
Falls Sie sich an diese Vorgaben halten, dann ist die LASIK-Methode sicher und Komplikationen nach der Operation können vermieden werden.
Wie läuft die Operation ab?
Die Operation wird ambulant durchgeführt. Die Patientin / der Patient liegt auf einer bequemen Liege. Die Oberfläche des Auges wird durch Anästhesie-Tropfen lokal betäubt. Am häufigsten wird dabei Tetrakain verwendet. Das Auge und seine Umgebung sind mit einem sterilen Tuch abgedeckt, und unter das Augenlid wird ein kleiner Lidsperrer eingesetzt, der das Blinzeln verhindert.
Wie lange dauert die Operation?
Die Dauer der Laser-Bestrahlung ist gewöhnlich kürzer als eine Minute und der gesamte LASIK-Eingriff an einem Auge dauert etwa 5 bis 10 Minuten.
Pflege nach der Operation
Im Verlauf von einigen Stunden nach der Operation kann es ein unangenehmes Gefühl wie ein schneidendes Brennen oder ein Kratzen im Auge geben. Um diese Beschwerden zu lindern werden Kortikosteroide eingesetzt und künstliche Tränenflüssigkeit, eventuell lässt sich zum Dämpfen des Schmerzes auch ein Schmerzmittel einsetzen. Die Patientin / der Patient erhält nach der Operation für zu Hause neben künstlicher Tränenflüssigkeit und Kortikosteroiden auch Antibiotika. Notwendig sind regelmäßige Kontrollen – die erste in der Regel am Tag nach der Operation, die nächsten nach einer Woche und dann nach einem Monat. Die Schlusskontrolle erfolgt drei bis sechs Monate nach dem Eingriff. Die zeitliche Einteilung der Kontrollen kann sich je nach den Gewohnheiten am jeweiligen Behandlungsort unterscheiden.
Womit muss man nach der Operation rechnen?
Die Erholung der Sehfähigkeit ist sehr schnell. Das ist möglich, weil die Schicht der Epithel-Zellen auf der Hornhaut-Oberfläche während der ganzen Operation unbeeinträchtigt bleibt. Im Laufe eines Monats kommt es zur endgültigen Stabilisierung des Sehens.
Mögliche Komplikationen
Die möglichen Komplikationen lassen sich in drei Grundkategorien teilen: vor dem Eingriff (während des Eingriffs), kurz nach dem Eingriff und später nach dem Eingriff. Die meisten Komplikationen hängen mit dem Anschneiden und dem Rückklappen der Hornhaut-Schicht zusammen. Seltener sind Komplikationen, die im Laufe des Heilungsprozesses entstehen.
Komplikationen vor dem Eingriff hängen meist mit einem fehlerhaften Anschnitt der Hornhaut zusammen.
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Ein verkürzter Schnitt betrifft in der Regel nur den zentralen Bereich der Hornhaut. In diesem Fall ist ein Laser-Abtrag nicht möglich, weil dann nur eine kleine Fläche des Hornhaut-Stromas zur Verfügung steht. Ein Grund für das Entstehen dieser Komplikation vor dem Eingriff kann mechanischer Art sein: falls die Patientin / der Patient das Augenlid schließt.
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Unter einem sogenannten totalen Flap versteht man, wenn sich die Verbindung zwischen der angeschnittenen Schicht und dem Rest der Hornhaut nicht hält und der Flap während der Operation abreißt. Am häufigsten kommt es zu dieser Komplikation bei einem Auge mit einer ebenen Hornhaut.
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Ein dünner, ein unregelmäßiger oder ein perforierter (löchriger) Flap entsteht bei einem Schaden am Mikrokeratom – also aus technischen Gründen.
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Eine Perforation (Durchlöcherung) der Hornhaut ist die am schwersten wiegende Komplikation vor dem Eingriff, sie ist zum Glück aber auch am seltensten. Sie ergab sich früher bei älteren Typen des Mikrokeratoms, die heute nicht mehr benutzt werden.
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Für eine Blutung während der Operation kann der Grund ein erhöhter Druck in den Äderchen sein oder das Platzen eines Äderchens bei Langzeitnutzern von Kontaktlinsen. Leichtes Bluten des Bindegewebes erfordert kein Heilverfahren, die Patientin / der Patient sollte aber darauf aufmerksam gemacht werden, um zu vermeiden, dass sie / er sich erschreckt.
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Eine Fehlzentrierung des Laser-Abtrags führt zu einer Verminderung der Sehschärfe, zu verschwommenem oder bis zu doppeltem Sehen. Die einzige mögliche Lösung ist eine weitere Operation.
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Schmerzen bestehen bis drei bis vier Stunden nach dem Eingriff und sind unterschiedlich stark. Die Patienten beschreiben die Schmerzen meist als schneidendes Brennen und als habe man einen Fremdkörper im Auge. Die Schmerzen lassen aber im Weiteren nach.
Eine Dislozierung des zurück geklappten Flaps, also ein Verrutschen des Flaps, ist in der Regel von Schmerzen begleitet, einem Anschwellen der Bindehaut und des Augenlids und von Lichtempfindlichkeit. Sie ist Folge eines Reibens des Auges. Als Lösung ist eine sofortige Operation und Nachbesserung nötig.
Eine Beschädigung des Epithels ist schmerzhaft. Es muss gewartet werden, bis sich die Hornhaut mit einem neuen Epithel (Epithel-Oberflächengewebe der Hornhaut) überzieht. In dieser Zeit ist es ratsam, Kontaktlinsen einzusetzen.
Fremdkörper bleiben unter dem Flap, falls es am Ende der Operation nicht gelingt, die Gegend unter dem Flap vollständig auszuspülen. Es kann sich dabei um Blutteilchen handeln, Epithel-Zellen, Zellensplitter oder um Gewebeteile des Tuchs zum Abdecken, metallene Fremdkörper, eventuell auch Gewebeteile vom Ärzte-Handschuh. Alle diese Verunreinigungen können im Weiteren zu einer Hornhautentzündung führen.
Eine Hornhautentzündung (sogen. diffuse Lamellen-Keratitis) entsteht als Reaktion auf eine Verunreinigung, die sich unter dem Flap abgesetzt hat. Sie entsteht 24 bis 72 Stunden nach der Operation. Sie äußert sich durch eine Verschlechterung des Sehens und Lichtempfindlichkeit. Nicht immer tauchen Schmerzen auf. Je nach Schwere werden vier Stufen unterschieden, die sich sowohl von den Symptomen, als auch von der Behandlung her unterscheiden. Zur Behandlung leichter Fälle werden Kortikosteroide eingesetzt, bei schwereren Fällen ist ein chirurgischer Eingriff nötig und ein sofortiges Ausspülen der Gegend unter dem Flap.
Epithel-Einwüchse gehören zu den häufigeren Komplikationen. Die klinische Beurteilung teilt sich in drei Stufen je nachdem, wie sehr das Epithel in den Hornhaut-Flap eingewachsen ist. Diese Einwüchse vermindern die Sehschärfe und müssen daher im fortgeschrittenem Stadium mit einem chirurgischen Eingriff entfernt werden.
Eine Infektion ist eine ernste Komplikation. Ihre Ursache sind kontaminiertes Gerät und eine kontaminierte Umgebung. Die Beschwerden tauchen während der ersten 72 Stunden nach der Operation auf. Es muss sofort eine Behandlung mit Antibiotika begonnen werden. Die Antibiotika werden in Form von Augentropfen oder Salben verabreicht und zwar jede Stunde. Grundlegend ist aber in jedem Fall die Prävention in Form einer durchgehenden Sterilisation der Geräte.
Ein unbefriedigendes Korrekturergebnis
Eine Unterkorrektur kann das Ergebnis einer unzureichenden Untersuchung vor der Operation sein, eventuell auch eines Fehlers am Laser. Sie wird praktisch gleich nach der Operation erkannt, und rund eine Woche später ist sich der Chirurg dann meist sicher. Gelöst wird dies durch eine weitere Operation, die etwa ein Monat nach der usrprünglichen Operation vorgenommen wird.
Bei der sogen. Ektasie (Aufweitung) der Hornhaut ist das Hornhautgewebe nicht mehr kompakt und der zentrale Teil der Hornhaut wird steiler. Dadurch entsteht eine Myopisierung des Auges (das Auge wird kurzsichtig) und die Sehfähigkeit verschlechtert sich. Eine der wenigen Therapie-Möglichkeiten ist die Nutzng von harten Kontaktlinsen, im Extremfall auch eine Transplantation der Hornhaut.
Kosten einer Operation
Die Operation wird nicht von den Krankenkassen erstattet. Der Preis für die Operation eines Auges unterscheidet sich je nach Anbieter und liegt meist zwischen 600 Euro und 800 Euro.
Eine Operation mit der LASIK-Methode bietet also eine schnelle und fast schmerzfreie Erneuerung der Sehschärfe bei relativ geringem Auftreten von Komplikationen. Untersuchungen zur Zufriedenheit der Patienten nach der Operation mit der LASIK-Methode haben eine vollkommene Zufriedenheit mit dem Ergebnis bei 92 bis 98 der Patienten ergeben. Aber auch dann gilt, dass jeder, der sich für diese Operation entscheidet, die Vorteile und alle möglichen Risiken abwägen sollte.
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